Freitag, 19. Januar 2007

Wissen gibt Freiheit

Freiheit ist die Freiheit von äußeren Einflüssen aber auch von inneren Zwängen, die ich eigentlich nicht will. Aber selbst, wenn ich etwas will, fühle ich mich in dem Augenblick nicht mehr frei, wenn ich merke, dass jemand anderes mich manipuliert hat. D.H., wenn er meinen Willen beeinflusst hat entweder durch Eingriff in mein Unterbewusstsein, z. B. durch Hypnose, oder durch Eingriff in mein Bewusstsein, z.B. durch Vortäuschung einer falschen Realität ( Lüge) oder durch unzulässig vereinfachte Darstellung der Realität ( verschweigen wichtiger Details). Selbst wenn ich mich im Augenblick der Entscheidung frei gefühlt habe, weil ich im Zustand eingeschränkter Erkenntnis keine Einflüsse gespürt habe, die mich in eine bestimmte Richtung drängten, fühle ich mich im Nachhinein unfrei, schäme mich vielleicht für meine mangelnde Erkenntnis, wenn man mich später über die Manipulation aufklärt. Ein Dritter, der mich während der Entscheidungsfindung beobachtet, wird mich als relativ unfrei einstufen, wenn er einen weiter gehenden Überblick über die Situation hat, weil er die Einflussnahme erkennt und meine Unfähigkeit diese zu spüren und sie in meine Willensbildung einzubeziehen.
Ich kann mit Manipulation umgehen, wenn ich die Möglichkeiten der Manipulation kenne. Je mehr ich darüber weiß umso detaillierter kann ich meine Lage erkennen und wachsam auch die Folgen meiner eventuellen Entscheidung virtuell erleben, bevor sie real werden.
Ich kann auch mit inneren Zwängen, z.B. Abhängigkeiten von Suchtmitteln, erst dann angemessen umgehen, wenn ich weiß, wie diese Zwänge wirken, wenn ich weiß, dass sie versuchen sich als harmlos und beherrschbar darzustellen. Wenn ich die Möglichkeiten der Einflussnahme meines Unterbewusstseins auf meine Erkenntnisfähigkeit kenne, kann ich die Einschätzung der Lage korrigieren und mein virtuelles Erleben der Konsequenzen meines Tuns besser an die Realität anpassen, wie sie andere sehen, die über dieses Wissen verfügen.

Allgemein ausgedrückt, kann ich Kräften, die auf mich wirken, nur dann angemessene Kräfte entgegensetzen, wenn ich diese Kräfte erkenne. Dazu gehört Wissen um die Zusammenhänge. Erst wenn ich Kräfte mit Gegenkräften kompensiere bin ich Kräftefrei. Dies ist natürlich begrenzt, da mein Wissen immer begrenzt ist. Ich werde also nie ganz frei sein, sondern nur freier als ohne dieses Wissen.

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Machttrieb= Sextrieb

Der Fortpflanzungstrieb des Menschen, aber nicht nur des Menschen, hat mehrere Kanäle. Bekannt ist, dass durch Sex die Gene von zwei Menschen gemischt werden und so jeder Partner die eigenen Eigenschaften auf den Nachwuchs weiter geben kann. Allerdings verdünnt sich dieser Eigenanteil von Generation zu Generation ziemlich schnell.
Eine andere Weise, die eigenen Art zu fördern ist das Ausüben von Macht und zwar nicht nur, indem man sich so leichter Sexpartner besorgen und so die eigenen Gene weitergeben kann, sondern auf subtilere Art: Wer Macht hat, andere zu beeinflussen, beeinflusst auch die Normen, nach denen wir alle leben. Diese Normen oder Verhaltensvorschriften bevorzugen dann die Menschen, deren Eigenschaften am besten zu den Normen passen.
In der Frühzeit der Menschheit war z.B. die körperliche Kraft eine wichtige Eigenschaft um sich durchzusetzen. Im Lauf vieler Generationen haben es die intelligenten Schwächlinge jedoch geschafft, die Kraftprotze auszutricksen indem sie das Recht des Stärkeren durch Gesetze einschränkten und schließlich durch das Gewaltmonopol des Staates den Einsatz körperlicher Kraft auf den sportlichen Bereich zurückdrängten. Begriffe wie „ Geld macht sexy“ setzten sich durch. Diese geänderten Normen müssen die Wertschätzung der Kraftprotze nach und nach reduziert und so auch ihre körperlichen Fortpflanzungsmöglichkeiten eingeschränkt haben, denn der Anteil der Kraftprotze hat im Lauf der Jahrtausende vermutlich abgenommen. Dies ist ein Beispiel dafür wie unsere Kultur unsere Gene ändert. Genetische und kulturelle Vererbung sind somit nicht trennbar, Körper und Geist sind es auch nicht.
Durch Beeinflussung anderer Menschen, also Förderung derjenigen, die mir ähnlich sind, kann ich mich zumindest teilweise fortpflanzen ohne selbst Kinder haben zu müssen. Für diese Menschen verbessere ich die Lebensbedingungen, für die anderen, deren Eigenschaften ich nicht mag, erschwere ich die Lebensbedingungen, erhöhe dadurch ihren Stressfaktor und verringere dadurch ihre Fortpflanzungsbereitschaft.
In der Praxis heißt das z.B., dass Vorgesetzte die Mitarbeiter bei sonst gleicher Eignung stärker fördern, die Eigenschaften haben, die ihr Vorgesetzter schätzt. Das werden die Eigenschaften sein, die er auch an sich schätzt. Schlitzohren schätzen Schlitzohren. Altruisten schätzen Altruisten. Rechtschaffene schätzen Rechtschaffene.
Menschen versuchen oft, sich Liebkind zu machen, also Eigenschaften an sich zu betonen, von denen sie glauben, dass die anderen diese schätzen. Dies ist der Versuch, o.g. Mechanismus für sich zu nutzen.
Macht heißt schon lange nicht mehr nur körperliche Macht, sondern die Fähigkeit andere zur eigenen Unterstützung zu nutzen. Auch bei den Machkämpfen der Schimpansen siegt nicht unbedingt die Kraft, sondern die Fähigkeit bei den anderen Gruppenmitgliedern durch geeignetes Verhalten Unterstützung zu bekommen, so wie bei unseren Politikern.

In dem Sinne ist Machtrieb zwar nicht identisch mit Sextrieb, hat aber das gleiche Ziel.

Dienstag, 25. April 2006

Freiheit heißt Balance der Kräfte

Wenn ich mir überlege, warum ich tue, was ich tue, komme ich zu dem Ergebnis, dass es immer innere oder äußere Kräfte sind, die mich dazu bewegen. Manche sind mir bewusst, sehr viele sind mir nicht bewusst. Es ist unmittelbar einsichtig, dass ich nicht sehr frei bin, wenn mich äußere Kräfte in eine bestimmte Richtung ziehen und ich nicht die Kraft habe mich dagegen zu stemmen. Es ist auch unmittelbar einsichtig, dass ich nicht sehr frei bin, wenn mich eine Sucht zum Genuss von Drogen drängt und ich nicht die Kraft habe zu widerstehen. Es gibt auch kleinere Abhängigkeiten, wo wir wenigstens manchmal den inneren Kräften widerstehen können aber oft auch nicht. Das nennen wir dann zutreffend „Schwächen“. Aber selbst, wenn die Kräfte so sind, dass wir normalerweise widerstehen können, z.B. ein bisschen Hunger oder Durst, muss es schon einen Grund geben, warum wir nicht sofort essen oder trinken. Entweder sind es Gesellschaftsregeln, die es zu diesem Augenblick verbieten, dann haben wir Angst es zu tun oder eine andere Beschäftigung ist gerade attraktiver.
In der Physik gibt es den Begriff des freien Teilchens. Das ist ein Teilchen, das im Gleichgewicht der Kräfte ist und einen gewissen Bewegungsspielraum hat ohne dass eine Kraft das Gleichgewicht stört.
Diesen Kräften entsprechen in mir Gefühle. Sinn dieser Gefühle ist von Natur aus der Lebenserhalt und die Fortpflanzung. Ich habe die Fähigkeit virtuell die Folgen meines Tuns abzuschätzen, bevor ich wirklich handle. Die Situationsalternativen, die ich mir dabei vorstelle, werden , meist unbewusst, mit Gefühlen bewertet und führen dann zu der Handlung, die mir gefühlsmäßig richtig scheint. Ich bin umso freier, je größer der Bewegungsspielraum ist, den mir die Gefühle lassen. Dies verändert sich im Lauf der Zeit. Wenn ich lange nichts getrunken habe, wird das Durstgefühl immer stärker und ich muss stärkere Kräfte dagegen setzen um dem Wunsch jetzt zu trinken zu widerstehen. Es gibt z.B. Geschichten aus der Seefahrt, wo Matrosen trotz besseren Wissens schließlich Meerwasser trinken und zugrunde gehen. Die Fähigkeit, die Folgen meines Tuns abzuschätzen wird auch wieder durch innere Kräfte beeinflusst, aber das ist ein anderes Thema...

Freitag, 7. April 2006

Verstehen heißt passende Bilder zu komponieren

Verstehen lässt sich gut verstehen, wenn man ein paar Millionen Jahre zurückschaut und sich an die eigene Entwicklung erinnert. Das geht, wenn man akzeptiert, dass das, was uns die Naturwissenschaft lehrt, erfolgreich genug ist, um auch als Basis für diese Erinnerung herangezogen zu werden. Insbesondere muss man voraussetzen, dass die Evolutionstheorie ein geeignetes Instrument zur Beschreibung der Entwicklung des Menschen aus der Mikrobe darstellt.
Die Mikrobe entwickelte irgendwann die Fähigkeit zur eigenständigen Bewegung und konnte so die Umgebung wechseln, wenn das Nahrungsangebot knapp wurde. Dazu musste sie allerdings eine Wahrnehmung für mangelnde Nahrung haben, nämlich ein Hungergefühl. Dies ist bereits der erste rudimentäre Schritt zum Verstehen. Aus der Wahrnehmung folgt eine Entscheidung, nämlich die zur Bewegung, die zunächst nur ungerichtet war. Die Mikrobe entwickelte auch irgendwann weitere Wahrnehmungsmechanismen, z.B. für chemische Substanzen (Geruch , Geschmack), für Strahlung (Sehvermögen, Wärmeempfindung) und/oder für mechanische Reize (Tastsinn, Gehör). Diese Wahrnehmungen wären im wahrsten Sinne des Wortes brotlose Kunst, wenn sie nicht zu Entscheidungen führten, die u. a. der Nahrungsaufnahme dienten und so das Überleben sicherten. Dazu musste die Mikrobe (über mehrere Generationen) jedoch lernen aus dem bloßen Reiz der Wahrnehmungsorgane eine Entscheidung zur zielgerichteten Bewegung herzuleiten, also z.B. zu mehr Licht oder zu stärkerem Geruch oder zu mehr Vibration. Sie musste also auf das Signal mit einer Vorstellung, einem inneren Bild reagieren, nämlich der Vorstellung von mehr oder besserer Nahrung in einer bestimmten Richtung, zugegebenermaßen ein sehr schlichtes Bild und mit ziemlich einfacher Entscheidungsstruktur: Einfach drauflos! ( Auf molekularer Ebene aber doch schon recht anspruchsvoll)
Die Mikrobe entwickelte weitere Wahrnehmungs- und Bewegungsmöglichkeiten und nannte sich irgendwann Tier. Konrad Lorenz schloss aus seinen Beobachtungen, dass höhere Tiere wie Fische, Vögel und Baumtiere in sich eine Repräsentation des dreidimensionalen Raumes haben müssen, die sie teils über Generationen teils während ihres Lebens geformt haben. Diese Repräsentation, dieses innere Bild wird angepasst an alle Wahrnehmungsmuster und nicht umgekehrt erschaffen durch einzelne Wahrnehmungsmuster. Solche Anpassung erfordert oft komplizierte mathematische Kalkulationen wie Perspektive, korrekte Entfernungs- und Richtungsabschätzung sowie z.B. der Bewegungsabläufe beim Sprung. Das Bild enthält nicht nur die dreidimensionale Repräsentation des Raumes, sondern auch weitere Kenntnisse z.B. wie sich Oberfläche von Hindernissen anfühlen (weich oder hart), Gerüche und vieles mehr. Es wird aufgebaut durch viele Untersuchungen und Erfahrungen, die das Tier im Verlauf seiner Entwicklung und seines Lebens gemacht hat. Setzt man das Tier in eine Umgebung so wird es versuchen das optische Muster, das es wahrnimmt, solange mit optischen Mustern vieler gespeicherter Bilder aus seinem Archiv zu vergleichen bis das wahrgenommene Muster durch das Archivmuster bestmöglich kompensiert werden kann. Dann erst sieht das Tier. Dann erst versteht es wo es ist oder ob die Umgebung neu ist und erst erkundet werden muss. Aufgrund dieses Bildes, das auch positive Bewertungen, wie z.B. die potentielle Lage von Nahrungsmittelreservoiren enthält, trifft das Tier seine Entscheidung. Wie die Mikrobe wird das höhere Tier sich zur Futterquelle bewegen, wenn es Hunger hat. Es kann allerdings, anders als die Mikrobe, durch bestimmte Gefühle wie Angst vor Gefahr, seinen Futtertrieb im Zaum halten und nicht stur zur Futterquelle stürzen, aber das ist ein anderes Thema. Die Abläufe, wie hier beschrieben, finden auch beim Menschen statt und auch er hat natürlich innere Mechanismen seine Triebe im Zaum zu halten.

Dienstag, 7. März 2006

Gott ist was wir nicht erklären können

Diese Feststellung kann von Gläubigen und Atheisten gleichermaßen unterschrieben werden.
In den Urzeiten galt alles als direktes Wirken mindestens eines Gottes, was nicht anders erklärt werden konnte: Blitz und Donner wurde Zeus zugeschrieben. Die Bewegung der Sonne am Himmel war eine Tat des Sonnengottes Re.
Heute haben die Naturwissenschaften viele Geschehnisse in einen gesetzmäßigen Zusammenhang gebracht, der dazu verführt zu glauben man könne alles mit Hilfe der Naturwissenschaften und mit mathematischen Formeln erklären, wenn man nur fleißig weiter forscht und bessere Computer baut. Danach wäre für Gott kein Platz mehr, er wäre wegerklärt.
Allerdings war die Wissenschaft schon vor 120 Jahren auch so weit, dass man glaubte, alles berechnen zu können, wenn man nur alle Daten aller Objekte im Universum kennte. Dann kamen Einstein und Heisenberg mit der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Damit waren die absoluten Maßstäbe der Messung verschwunden und die Messgenauigkeit grundsätzlich eingeschränkt, so dass eine Zukunftsprognose bei bekannten Anfangswerten umso mehr verschmiert wurde, je größer der Zeitabstand und damit auch die Zahl der Einflussgrößen wurde. Die Situation ähnelt der bei kurz- und langfristigem Wetterbericht. Bei nichtlinearer Verknüpfung ist darüber hinaus ein Verhalten nach der Chaostheorie zu berücksichtigen. D.h. wenn man die Anfangsbedingungen nur eine Winzigkeit ändert, ändern sich die mittelfristigen Ergebnisse dramatisch. Die Ähnlichkeit mit Wetterprognosen verstärkt sich. Darüber hinaus hat der Mathematiker Gödel nachgewiesen, dass die Mathematik in dem Sinne unvollständig ist, dass nicht alle Sätze ableitbar sind und daher die Mathematik nicht ausreicht um alles zu erklären oder widerlegen. Da aber Physik als Beschreibung der Natur mit Hilfe der Mathematik verstanden wird, überträgt sich diese Unvollständigkeit. Damit hat auch der Versuch Gott bis ins infinitesimale einzuengen nach derzeitigem Wissensstand keine Chance. Natürlich heißt das nicht, dass es Gott geben muss. Wir sind nur nicht imstande ihn zu beweisen oder zu widerlegen.
Wenn es ihn gibt, kann er direkt in den Bereichen wirken, wo unsere Mathematik und Logik nicht hinreicht. Indirekt kann er darüber hinaus auch im Rahmen geltender Naturgesetze alles machen was er will, ohne dass wir ihn dabei ertappen können.
Auch Gläubige müssten daher die Eingangsfeststellung unterschreiben können.

Montag, 5. Dezember 2005

Schweißperlen und geklaute Perlen

Ich habe etwas zu sagen.
Der Literaturkritiker Reich- Ranitzki bemerkte einmal: „Es genügt nicht, etwas zu sagen zu haben; man muss es auch appetitlich anbieten“. Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, so dass sie beim Leser möglichst ähnliche Gedanken und Gefühle hervorrufen, ist eine Kunst. Mancher kann das von Natur aus; wer es nicht kann muss eben üben. Das Beschreiben meiner Gedanken und Erkenntnisse scheint mir ähnlich mühsam wie das Eierlegen der Wasserschildkröte. Die Beschreibung sagt nie genau das, was ich denke und fühle. Eigentlich müsste ich in Ergänzung zum schreiben meine Gedanken und Gefühle noch malen, musizieren und mit Gestik und Mimik unterlegen. Aber das würde den Trainingsaufwand in schwindelnde Höhen treiben. Ich danke allen Lesern, die sich mir hier als Trainingspartner zur Verfügung stellen und bitte gleichzeitig um Geduld.
Perlen können also auch Schweißperlen sein, hier hoffentlich nur meine.

Weisheit wird bei Wikipedia beschrieben:
„Als Weisheit wird allgemein eine auf Lebenserfahrung und Einsicht beruhende innere Reife und kluge Überlegenheit im geistigen Sinne bezeichnet“.
Mit Lebenserfahrung und Einsicht habe ich keine Probleme. Kluge Überlegenheit im geistigen Sinne ist relativ. Da sich kaum ein Leser freiwillig als unterlegen einstufen wird, bleibt eine objektive Bestätigung dieser Eigenschaft vermutlich aus, allerdings genügt mir hier die subjektive Einschätzung, bei aller Bescheidenheit.
Schwieriger ist es mit dem Begriff Reife, der nach Wikipedia die Erreichung eines vollkommenen Grades einer abgeschlossenen Entwicklung bezeichnet. Eine abgeschlossene Entwicklung ist etwas ziemlich endgültiges, was wohl nur mit dem Tod zu erreichen ist. Dann ist es allerdings zu spät, Perlen abzusondern. Hinzu kommt, dass Einsicht auch etwas relatives ist, das wohl kaum jemals abgeschlossen ist. Vielleicht erklärt das ein Wort, das ich zwar nicht erfunden habe, aber trotzdem nicht schlecht finde:
Der kluge Mann rät nur, wenn er gefragt wird, der weise nicht einmal dann.

Betrachten wir also Weisheit als einen Grenzwert, der nie erreicht wird. Kurz davor ist aber auch nicht schlecht.
Einige Jahrzehnte denkt es nun schon in mir. Und da mindestens ein Lebenszweck des Menschen die Aufnahme, Bearbeitung und Weitergabe von Gedanken und Erkenntnissen ist, will ich dem Bedürfnis folgen, die Ergebnisse dieses Denkens weiterzugeben. Möglicherweise thematisch etwas ungeordnet, wie Gedanken nun einmal kommen und gehen. Immer aber philosophisch, auch wenn ich als Physiker nicht die Philosophie mit Löffeln gegessen habe. Der Schuster will nicht mehr bei seinem Leisten bleiben. Aber da die Philosophen inzwischen auch Physik interpretieren und mit mathematischen Formeln arbeiten, ist es wohl erlaubt den Grenzstreifen auch in umgekehrter Richtung zu betreten.

Ich will nun nicht länger warten meinen ersten Text in mein erstes Weblog zu stellen und biete anstelle eigener Perlen zwei geklaute Perlen der Weisheit an, die mir hin und wieder als Einstieg in Meditation dienen:
Alles verstehen heißt alles verzeihen.
Und
Heute ist morgen gestern.
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Perlen der Weisheit

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Mein Lesestoff

Bauer, Joachim
Warum ich fühle, was Du fühlst

Calvin, William H.
Wie das Gehirn denkt, die Evolution der Intelligenz

Görnitz, Thomas
Quanten sind anders

Lorenz, Konrad
Vom Weltbild des Verhaltensforschers

Metzinger, Thomas
Der Ego Tunnel

Nürnberger, Christian
Faszination Chaos: Wie zufällig Ordnung entsteht

Penrose, Roger
Das Große, das Kleine und der menschliche Geist

Smith, Leonhard A.
Chaos

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